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April 2018
27.04.18
Session mit Thema: Hollywood // Session

Komponisten wie Henry Mancini oder Quincy Jones schrieben seit den 50er bzw. 60er Jahren Filmmusik für Hollywoods Filmindustrie und machten dadurch Jazz für ein großes Publikum attraktiv. Dies hatte einen nachhaltigen Einfluss auf unser heutiges Verständnis der Jazzgeschichte. Filme wie „New Orleans“ (1947) mit Billie Holiday in einer Nebenrolle, „The Glenn Miller Story“ (1954), „The Pink Panther“ (1963) oder „In the Heat of the Night" (1967) sind einige Beispiele dafür. Hollywood greift das Thema Jazz auch direkt auf. 1977 erscheint „Lady Sings The Blues“ mit Diana Ross als Billie Holliday in der Hauptrolle. 1988 wird die Biographie von Charlie Parker in dem Film „Bird“ präsentiert und 2002 erscheint die „Miles Davis Story“.

In der Session mit dem Thema Hollywood werden viele Stücke an diese musikalischen Highlights erinnern. Man darf sich auf eine rasante Reise durch die Jazzgeschichte freuen.

Steffen Dix (tp, flh), Rhythmusgruppe und Sessionmusiker

Mai 2018
04.05.18
Chamber 3

Chamber 3 - Transatlantischer Kulturaustausch

Chamber 3 stellt 2018 die dritte CD des Quartetts vor. Seit Jahren pflegt Matt Jorgensen aus Seattle (USA) eine transatlantische Partnerschaft mit zwei Musikern aus dem Mannheimer Raum, dem Gitarristen Christian Eckert und dem Tenorsaxofonisten Steffen Weber. Zusammen mit dem Schlagzeuger aus dem fernen Westen der USA haben die beiden Chamber 3 gegründet. Der Reiz liegt darin, den schnörkellosen Drive amerikanischer Rhythmusgruppen mit europäischen harmonischen Strukturen zu kombinieren.

Das Repertoire der Band fokussiert sich auf die Verschmelzung von Eigenkompositionen mit Bearbeitungen deutscher und amerikanischer Standards wie "Man kann sein Herz nur einmal verschenken" von Franz Grothe und dem mit einem Oscar prämierten Song "When you wish upon a star".

In den Originals spiegeln sich die ganz persönlichen Erfahrungen der Band wieder. So widmet Eckert den Song "Chillaxed" seinem heranwachsenden Sohn, der den Spagat zwischen Kindheit und Erwachsensein bewältigt. Jorgensen widmet "Sparks" dem Bassisten der Aufnahme, Phil Sparks, der ihn als jugendlicher Musiker in die Jazzwelt Seattles eingeführt hat, während Weber mit "Costa del sol" eine Hommage an das Viertel komponiert hat, in dem er mit dem Gitarristen der Band in direkter Nachbarschaft wohnt.

Die Musik ist das Ergebnis des interkulturellen Austausches zwischen der "alten" und der "neuen" Welt. Möglich wurde die Aufnahme im Pearl Jam Studio in Seattle durch die Kulturförderung des Landes Baden-Württemberg.

Steffen Weber (sax), Christian Eckert (g), Phil Sparks (b), Matt Jorgensen (dr)

18.05.18
Lorenzo Petrocca Quartett // Tipp

- Round About Italy -

Dieses neue Format ist ein gut gewürzter, italienisch-französisch-deutscher Jazzleckerbissen. Vier hochkarätige Musiker zelebrieren gemeinsam ein mitreißendes Repertoire aus italienischen Canzone.

Der 1964 in Crotone (Süditalien) geborene Gitarrist Lorenzo Petrocca, der mit Monty Alexander und Scott Hamilton tourte und Ehrenbürger von New Orleans ist, gibt mit seinem virtuosen Spiel und seinem unvergleichlich warmen Ton dem Sound der Band die sprühende italienische Lebensfreude.

Lorenzo Petrocca ist ein Musterbeispiel für gelungene Integration. Er war fünfzehn Jahre alt, als seine Familie ins Schwäbische übersiedelte und schon zwei Jahre später wurde er württembergischer Jugendmeister im Boxen. Neben dem Sport flammte aber sein Interesse für die Musik auf und bald schon spielte er mit seiner ersten E-Gitarre in italienischen Tanzbands mit. Er war gerade 20, da war er in Soul- und Funkbands gemeinsam mit US-Soldaten dabei und mit 25 entdeckte er den Jazz. Seither, sein halbes Leben, hat sich Lorenzo Petrocca der swingenden Jazzmusik verschrieben.

Am Piano hören Sie den in Paris lebenden William Lecomte - er ist für das Arrangement verantwortlich. Lecomte trat erst vor Kurzem mit Jean Luc Ponty und Nigel Kennedy in der Royal Albert Hall in London auf.

Der deutsche Bassist Jens Loh, der in den Niederlanden u.a. bei Hein van de Geyn studierte und mit Musikergrößen wie Ack van Rooyen und Ingrid Jensen performte und sein französischer Kollege Antoine Fillon am Schlagzeug, der in Frankreich, New York, Cuba, Puerto Rico und Rio studierte und u.a. bei Toninho Horta und 10 Jahre für die Harald Schmidt Show spielte, machen das europäische Quartett komplett.

Ihre im Februar erschienene CD, deren Inhalt im Konzert durch immer wieder neu erarbeitete Stücke ergänzt wird, stellen die vier mit großer Leidenschaft und in engem Kontakt zum begeisterten Publikum vor. Diese außergewöhnliche Band nimmt Sie mit auf eine Reise in die italienische „dell‘Arte“ Jazz Tradition...

Lorenzo Petrocca (g), William Lecomte (p), Jens Loh (b), Antoine Fillon (dr)

Juni 2018
08.06.18
Jorge Durán Sextett

Der in Caracas (Venezuela) geborene und dort aufgewachsene Jorge Durán Rodriguez ist bereits seit seinem zwölften Lebensjahr als professioneller Musiker tätig. Seine Laufbahn startete er mit renommierten Bands lateinamerikanischer Musik: Majarete Sound Machine, Jassmazz, Tuyero Submarin, Gaelica und auch mit Folklore Gruppen: CA&CO, Herencia und Pentacorde. Bereits im Alter von 18 Jahren spielte er auf internationalen Lateinamerikanischen Festivals: Intercolegial de Rock (1994 Caracas, Venezuela), Festival Alma Mater (Colombia 1995).

Einen internationalen Namen hat sich Jorge durch sein letztes Projekt gemacht. Mit der Gruppe Jalea de Mambo hat er im Februar 2015 eine furiose CD mit gleichnamigem Titel veröffentlicht. Die Band war auf Konzerttourneen und Festivalauftritten in Spanien (Imagina Funk 2016) und Frankreich (Toros y Salsa 2016) zu hören.

Seit kurzem ist er im Karlsruher Raum heimisch geworden. Er ist Instrumentalist (Vibraphon, Percussion), Komponist / Songwriter, Dirigent, Produzent und bewegt sich spielerisch zwischen den Musikrichtungen Fusion, Contemporary und Latin Jazz.

Das Publikum im Birdland59 darf heute gespannt sein, welche musikalischen Schwerpunkte der musikalische "Tausendsassa" mit seinen Mitmusikern präsentieren wird.

Jorge Durán (vib), Joander Cruz (sax,fl), José Luiz Martins (p), Cristiano Matos (b), Julian Montilla (Congas), Marcos González (Timbales)

15.06.18
Thomas Siffling Groove Quartett // Highlight

Die Musik des umtriebigen und weit über die Grenzen Mannheims hinaus international bekannten Trompeters Thomas Siffling ist überaus groovig.
Seit Jahren gehört er zu den Vor- und Wegbereitern der jungen, europäischen Jazzszene und machte sich einen Namen bei unzähligen Auftritten und Tourneen auf der ganzen Welt (Russland, Indien, Sri Lanka, Kanada, Haiti, ganz Europa uvm.). Nach 15 erfolgreichen Trio-Jahren erfindet Siffling sich nun in seinem Album "Flow" neu und überzeugt dabei mit musikalischer Raffinesse und Eleganz die seines Gleichen sucht. Eine Mischung aus norwegischen Spähern eines Bugge Wesseltoft, kompatiblen Groove-Elementen a la Medeski Martin Wood und einer reinkarnierten, trompeterischen Tradition eines Miles Davis in dessen besten Jahren. Nachvollziehbare Sounds, die viel zu entdecken bieten, und treibende Grooves, die keine Füße still stehen lassen. Gepaart mit wohlklingenden Melodien bieten die Stücke von "Flow" sowohl eine Jazz-Kredibilität, als auch eine generelle Massenkompatibilität. Dies lässt sich auch an den Pressestimmen zum neuen Projekt ablesen:

„[…] es ist nicht zu verfehlen, dass der Jazzgigant Thomas Siffling nachhaltig beeindruckt hat.“ - Gereon Hofmann, Die Rheinpfalz

"Außerirdisch schön ... Mit „Flow“ legt Thomas Siffling eines der schönsten Jazz-Alben des Jahres vor: zeitgemäßer Jazz, groovebetont, mit starkem Elektro-Ambiente, pulsierend und relaxt zugleich." Jacques Ziegler, Bit-News

„"FLOW verfügt über eine unverkennbar eigene Handschrift und ein internationales Flair."“
Reinhard Köchl, Jazz Thing


Das heutige Konzert ist materialtechnisch aus den Songs des Thomas Siffling Trios und den Songs des neuen Albums "Flow" zusammengestellt.

Die Musiker an Thomas' Seite sind dabei der Freiburger Hammond Spieler Thomas Bauser, der Mannheimer Drummer Daniel Mudrack und der Esslinger Posaunist Uli Röser.

Die Qualität der Musiker und der Stückeauswahl lässt auf einen wahren Leckerbissen für das Birdland59-Publikum schließen.

Thomas Siffling (tp, flh), Uli Röser (tb), Thomas Bauser (keys), Daniel Mudrack (dr)

22.06.18
Session mit Thema: Paris // Session

Paris wird sich gerne als kulturellen Mittelpunkt des Landes bezeichnen und für den Jazz gilt das seit den 20er Jahren. Als die schwarzen Musiker in den USA noch mit großen Schwierigkeiten umzugehen hatten, bot Paris wesentlich bessere Lebensbedingungen. Der „Hot Jazz“ kam zur Blüte und Django Reinhardt prägte in den 40er Jahren das Jazzgeschehen der Metropole. Heutzutage findet man unzählige Clubs, die Jazz in zahlreichen Varianten präsentieren und so einerseits die Tradition des Jazz pflegen, andererseits neue Impulse ermöglichen um die Entwicklung zu fördern.
Die Musiker des Abends dürften sich von dieser Bandbreite inspirieren lassen.

Steffen Dix (tp, flh), Rhythmusgruppe und Sessionmusiker

29.06.18
Rosanna Zacharias Quintett // Young jazz

Ausgestattet mit einem fetten Sound, wunderbaren Eigenkompositionen, die vor Musikalität sprühen, und einem Ensemble, das sich hören lassen kann, zaubert Rosanna Zacharias ein vielschichtiges Programm auf die Bühne. Jedem der fünf Solierenden wird im harmonischen Ganzen Raum gelassen, sich und seine Eigenarten auszuspielen und so die musikalischen Ereignisse maßgeblich mitzugestalten. Kammermusikalisch geprägter Jazz, akustisch, emotional und ohne viel Tamtam - eine Musik, die zwischen Groove, wundersamen Melodien und dem gutem alten Swing mäandert.

Irgendwo zwischen Orchesterproben, Konzertreisen und Kammermusik findet die in Karlsruhe gebürtige Kontrabassistin Rosanna Zacharias zum Jazz. Nach dem Klassik-Studium in Karlsruhe und Trossingen verschlägt es sie 3 Monate nach New York City, wo sie, quasi in der Höhle des Löwen, erste Sessionerfahrungen macht, Unterricht bei Ugonna Okegwo nimmt und ganz dem Jazz verfällt. Wieder in der Heimat beginnt sie ein Jazz-Studium in Mannheim bei Prof. Thomas Stabenow, welches sie diesen Sommer abschließen wird. Die vielseitige Bassistin zehrt von den musikalischen Erfahrungen, die sie auf ihrem Weg gemacht hat und freut sich besonders, nun das erste Mal als Bandleaderin mit ihren Kollegen und Freunden aus Mannheim und New York im Birdland59 zu Gast zu sein.


Rosanna Zacharias (b), Dos Allen (ts), Patrick Baumann (g), Lukas de Rungs (p), Jonas Esser (dr)