Für eine druckfähige Version des Programms bitte hier klicken.

Februar 2019
22.02.19
The CHAMÄLEON Project // Highlight

Peter Lehel / Thomas Siffling
The CHAMÄLEON Project - Colors of Jazz

Der besonders vielseitige Saxophonist und Komponist Peter Lehel und der überaus eloquente Trompeter Thomas Siffling haben vieles gemeinsam:

Beide sind gebürtige Karlsruher.
Beide erhielten den Jazzpreis Baden-Württemberg.
Beide sind auch als Labelinhaber / Kuratoren von Jazzkonzerten überaus aktive Säulen der Jazzszene.
Beide sind mit ihren jeweils eigenen Projekten wie dem Peter Lehel Quartet, Finefones Saxophone Quartet, Pipes & Phones bzw. Thomas Sifflings FLOW, Groove Quartet uva. weltweit unterwegs.

Peter Lehel ist auch als Pädagoge sehr vielseitig tätig. Er unterrichtet an der
Hochschule für Musik Karlsruhe und an der Musikschule Ettlingen, er ist künstlerischer Leiter der Jazz Juniors Baden-Württemberg, vermittelt hier den Jazz den talentiertesten Jazzteenagern im Ländle und widmet sich mit dem Projekt Jazz für Kinder seit vielen Jahren auch den jüngsten Jazzbegeisterten.
Thomas Siffling ist Initiator und künstlerischer Leiter des neuen Jazzclubs Ella & Louis in Mannheim.

Gemeinsam auf der Bühne stehen die beiden seit einigen Jahren mit dem Jazz Ensemble Baden-Württemberg, das in jeweils wechselnden Besetzungen unterschiedliche Programme präsentiert. Zuletzt mit dem überaus beeindruckenden Projekt DOORS without WORDS, mit der Musik dieser berühmten und wichtigen Rockband der 1960er Jahre.

Mit dem CHAMÄLEON Project werden nun neue Wege beschritten. Zum einen ist die Besetzung mit trumpet / saxes / guitar / tuba / percussion vielversprechend und zum anderen stehen Klangfarben, Klangflächen in neuen Kombinationen im Mittelpunkt.

Man darf gespannt sein, was sich die beiden versierten Bläser einfallen lassen.

Peter Lehel (sax, bcl), Thomas Siffling (tp, flh), Frederic Andrej (tba), Martin Lejeune (g), Markus Faller (perc)

März 2019
01.03.19
4 4 Jazz

4 4 Jazz - 4 4 Fun
Vier Ausnahmemusiker, hocherfahren und sattelfest in allen denkbaren musikalischen Situationen, haben sich hier
zusammengefunden, um dem geneigten Zuhörer das zu geben, was er sucht und schätzt: Wohlgefühl, Groove, bekannte Lieder, angenehme Lautstärke - höchste Improvisationskunst und unbedingte Hingabe an die Musik.

Kurz gesagt: Das ECHTE, was ja in unseren Zeiten der digitalen Gleichschaltung gerne mal als "obsolet" in den Hintergrund verbannt wird. Als ob denn wahre Lebendigkeit, Spontaneität und beseeltes Miteinander - eben die wesentlichen Eigenschaften der Jazzmusik - jemals durch Virtualität ersetzt werden könnten.
Es geht vom Soul Jazz über gelegentliche Rock- und Blues-Classics zu brasilianischen Bossa Novas und natürlich zu einigem aus dem "Great American Songbook", den großen Jazz-Standards also.

Es geht um Interpretationen im guten alten Sinn des Wortes, das allgemein bekannte Lied wird bei jedem Konzert quasi wieder „neu“ erschaffen. Keine Version gleicht der anderen, alles spielt sich ab auf höchstem künstlerisch-instrumentalem Niveau, hat aber auch ebenso angenehmst unterhaltenden Charakter.
Der singende Gitarrist Tobias Langguth, geboren 1957, ist seit 1979 als Berufsmusiker tätig. Einige Semester an den Musikhochschulen Hamburg und Köln, sowie Studienaufenthalte in Rio de Janeiro und New Orleans runden sein profundes musikalisches Wissen und Handwerk ab. Während er sich Ende der Siebziger ganz in der Tradition des Bebop und Modern Jazz entwickelte, wandte er sich im Laufe der Achziger Jahre immer stärker der brasilianischen Musik zu, um dann zu seinen ganz alten Wurzeln des Blues und der Rockmusik der 60er Jahre zurückzufinden. Er bringt als Frontmann der Gruppe sein gesamtes, konkurrenzlos breites musikalisches Spektrum und Können ein.

Thomas Heidepriem war ab 1992 für ca. 25 jahre Bassist der Frankfurt Radio Big Band, wo er mit den meisten "Global-Playern" der Jazzszene musizierte. Davor, ab ca.1976, war er in zahlreichen Bands in Deutschland und der Schweiz tätig. Zusammenarbeit mit: (Auswahl) Christof Lauer, Albert Mangelsdorff, Maria João, Franco Ambrosetti, Joachim Kühn, Toots Thielemans, Michael u. Randy Brecker, Branford Marsalis, Robben Ford, Kurt Rosenwinkel, Eliane Elias, John Scofield, Bill Frisell, Jean Luc Ponty, Billy Cobham, George Grunz, Jack Bruce, Ed Motta, Mike Stern u.v.m. 1986 erhielt er bereits den Jazzpreis Baden-Würtemberg. Seine CD „Brooklyn Shuffle“ mit Terry Lyne Carrington, Jim Beard u Tony Lakatos fand 1994 große Beachtung. Momentan spielt er im Tony Lakatos Quintett und im Michael Sagmeister Trio. Als Kontrabassist und Bassgitarrist ist er gleichermaßen virtuos, checkt blitzschnell musikalische Strukturen und navigiert so die ganze Band entspannt und mühelos.

Pianist Kuno Schmid, aus Stuttgart stammend, hat mit allen gearbeitet, die Rang und Namen haben, hier nur ein kleiner Ausschnitt: Stanley Clarke, Eugen Cicero, Billy Cobham, Robben Ford, Frank Gambale, Wolfgang Haffner, Bireli Lagrene, Tony Lakatos, Horst Jankowski, SWR Big Band, Toots Thielemans, Caterina Valente, Joe Zawinul. In den 90er Jahren war er Hauskomponist und Arrangeur beim berühmten deutschen Schallplattenlabel „Intercord“. Seit vielen Jahren ist er auch zeitweise in den USA, vor allem in der Los Angeles Musik- und Studioszene gefragt und vielbeschäftigt. Die Liste seiner erfolgreichen LP- und CD-Produktionen ist lang. Sowohl auf dem Konzertflügel wie auf den Synthesizern ist er zu Hause, und zaubert alles hervor, von dezenten Begleitungen über spektakuläre Sounds bis zu mega-brillanten Solos.

Der Ettlinger Drummer Stefan Günther-Martens ist der „Youngster“ in der Band. Bekannt durch sein Mitwirken im Gothik-Ensemble ASP, NDW-Combo „Knutschfleck“, aber auch seinem eigenen vorzüglichen Jazzquartett SNEM, ist er ein mit allen stilistischen Wassern gewaschener Allrounder, der durch sein luftig-sensibles, immer genau den musikalischen Moment erfassendes Spiel 4 4 Jazz allzeit den richtigen Groove liefert.


Tobias Langguth (g), Kuno Schmid (p), Thomas Heidepriem (b), Stefan Günther-Martens (dr)

08.03.19
Classic Affairs

Eine Affäre der besonderen Art zwischen Jazz und Klassik: wie klingt ein Jazzsong in klassischer Bearbeitung und wie ein klassisches Stück in Jazz-Manier? Behutsam und respektvoll ist der Umgang mit den Originalen in diesem hochkarätig besetzten Ensemble. Nicht das übliche Jazz-Trio-Konzept, sondern Trialog und Interaktion der Instrumente ist die Basis für die Entfaltung von Spontanität und Kreativität. Wolfgang Amadeus Mozart und Fréderic Chopin treffen auf George Gershwin und Cole Porter.

Christof Sänger – über seine aktuelle CD „Willow Weep“ (nominiert für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik) schrieb die FAZ: „Diese Musik fängt einen mit dem ersten Ton ein und lässt nicht mehr los. Perlende Läufe, Anschlagskultur, Klavierkunst auf dem höchsten Niveau. die fließende Vereinigung vom Charakter eines Nachtclub-Entertainments nach Art von Fats Waller mit der konzertanten Geste der großen E-Klassiker – nein, so spielt heute sonst niemand anderes Klavier“. Zahlreiche Tourneen, unter anderem mit dem Ernie Watts Quartett, mit Legende Sheila Jordan und mit der Barrelhouse Jazzband; Festivalauftritte weltweit.

Tobias Schirmer, Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik Würzburg, studierte sowohl klassisches Schlagwerk als auch Jazz-Drums und arbeitet als Profi u.a. zusammen mit Ernie Watts.

Die Presse meint zu "Classic Affairs":
„Klassik und Jazz in einer begeisternden Liaison – Standing Ovation für Classic Affairs….“

Christof Sänger (p), Lindy Huppertsberg (b), Tobias Schirmer (dr)

15.03.19
Regina Fischer 4tett

Vier vielbeschäftigte MusikerInnen aus Karlsruhe gönnen sich den Luxus, ihre musikalischen Vorlieben in diesem Projekt auszuleben. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, selten gespielte Stücke aus dem Jazzrepertoire mit Leben zu füllen. Im Spannungsfeld ihrer unterschiedlichen musikalischen Prägungen entsteht ein unverkennbares Repertoire zwischen Bebop, modalem und Folk-Jazz, sowie aktuellen Entwicklungen.

Die Bandleaderin Regina Fischer studierte an der Frankfurter Musikwerkstatt Jazz- und Popularmusik und schloss das Studium als staatl. geprüfte Saxophonistin und Instrumentalpädagogin 2008 erfolgreich ab. Sie sagt von sich selbst: "In all den Jahren durfte ich in so vielen tollen Projekten spielen, spannende Menschen kennen lernen und viele Orte entdecken, an die es mich ohne die Musik nie verschlagen hätte." Herausragende Projekte sind z.B. die BigBand "Karlsruhe Jazz Orchester" und ihr literarisches Musik-Kabarett "dulabi".

Ihre "Side-Men" sind bekannte Karlsruher Jazz-Größen: Frank Hennrich an der Gitarre, Robin Mock am E-Bass und der Schlagzeuger Jonathan Zacharias, der auch im Reich der Weltmusik mit eigenen Projekten "unterwegs" ist.

Das Motto ihrer Musik ist: im Zweifelsfall lieber schön als kompliziert!

Regina Fischer (as, fl), Frank Hennrich (g). Robin Mock (e-bs), Jonathan Zacharias (dr)

22.03.19
Session mit Thema: New Orleans // Session

Als mittlerweile etablierten Eckpfeiler im Programm führte das Birdland59 im Februar 2016 die Session "mit Thema" ein. Hierbei sind unsere beliebten Sessions, zu denen sich die besten Jazzmusiker aus der Region zum spontanen Jazzen zusammenfinden, jeweils einem bestimmten Aspekt des Jazz-Genre gewidmet. Als Tages-Motto dient jeweils ein typischer Städtename.

Auch heute sind wieder Überraschungsgäste eingeladen, die für lebendige Jazz-Musik in entspannter Atmosphäre sorgen.

Steffen Dix (tp, flh), Rhythmusgruppe und Sessionmusiker

29.03.19
Huub Dutch Duo // Tipp

"Jetzt kübelt's!"

Wer allen Ernstes 'Wäscheleinophon' spielt, ist entweder an traditionellen Instrumenten gescheitert oder so musikalisch begabt, dass er ein eigenes Instrument erfinden kann. Huub Dutch ist definitiv Letzteres. Er braucht nur an seiner Wäscheleine zu zupfen, mit den an einen Schuh geschnürten Maracas zu rasseln und mit seiner 'verbrauchten' Stimme, wie sie so typisch für Sänger wie Ray Charles ist, zu singen und schon fügt sich alles zu Musik zusammen.

Am Piano begleitet Herr Oettinger: Pianist, Komponist, Textdichter, Sänger und Bühnen-Stoiker. Mit musikalischer Poetik und lässigem Witz präsentieren sie ihre charmanten Chansons, mal fetzig, mal romantisch, schörkellos, intelligent und humorvoll.

"Kleine Besetzung, große Show!"
(meier magazin, 08, 2010).

Künstlerischer Lebenslauf Hubert Weijers und Chris Oettinger

Huub Dutch
(Hubert Weijers): Gesang, Trompete, Percussion und "Wäscheleinofon" (Kübelbass). Der Jazz-Entertainer Huub Dutch studierte Jazz-Trompete am Konservatorium in Den Haag und Amsterdam. Danach Mitglied in verschiedenen erfolgreichen Formationen der holländischen Musikszene. Seit 2001, nach seinem Umzug nach Heidelberg im Jahr 1998, Frotmann des Huub Dutch Duos. Entwickelte im Jahr 1999 das "Wäscheleinophon". Eine Variation des Teekistenbasses bzw. des Washtubbass.

Chris Oettinger
Pianist, Sänger, Songwriter und Komponist. Klavierausbildung u.a. als Privatschüler bei Prof. Dora Metzger (Musikhochschule Stuttgart) von 1987 - 1992. Seit 1990 Tätigkeit als Pianist im Unterhaltungsbereich (Solo, Duo, Bands) sowie als Begleiter verschiedener Solo-Künstler (z.B. im Bereich Kabarettchanson, Jazz, Blues, Chanson usw.). Seit 2001 Pianist, Komponist, Texter und Manager des Huub Dutch Duos.

Huub Dutch Duo
Das Huub Dutch Duo ist seit über 17 Jahren erfolgreich im Unterhaltungsgeschäft sowie auf Kleinkust- und Kulturbühnen tätig.

Huub Dutch (tp, voc, Kübel-bs, Fuß-Maracas), Chris Oettinger (piano, voc)

April 2019
05.04.19
Quintett Spätlese

Das Jazzquintet „Spätlese“ besteht seit 2016 und setzt sich aus Mitgliedern des Jazzclub Wörth zusammen. Die Musiker spielen bekannte und weniger bekannte „Klassiker“ der Jazzliteratur.

Dabei reicht die Bandbreite von Dixiestandards wie "Sweet Georgia Brown“, über Hard-Bop Nummern wie beispielsweise "Moanin", bis hin zu Souljazztiteln wie z. B. "Watermelon Man" - mithin die besten Stücke aus über 4 Jahrzehnten Jazzgeschichte.

Die Musiker im einzelnen sind:

- Werner Berndt (Kontrabass), der den Karlsruher Club 54 mit gründete, der als Vorläufer des späteren Jazzclub Karlsruhe galt.
Er ist außerdem Gründungsmitglied des Jazzclub Wörth.

- Roland Blume (Saxophon), der eigentliche Gründer des Karlsruher Jazzclub (1969) und Mitbegründer des Wörther Jazzclub (1985)

- Helmut Zimmer (Klavier) ist ein Pionier im badischen Raum in Sachen Jazz, der mit dem „Modern Jazz Quintett“ und späteren „Fourmen only“ Jazzgeschichte geschrieben hat.

- Gerhard Joos (Trompete), der weniger bekannte Bruder von Herbert Joos, der im Raum Frankfurt seine musikalischen Spuren hinterlassen hat

- Günter Logé (Schlagzeug) ist ebenfalls Gründungsmitglied des Jazzclubs Wörth und mittlerweile dessen Vorsitzender.

Das Gesamtalter der Band beträgt 401 ( ! ) Jahre, was einem Durchschnittsalter von 80 Jahren entspricht: eine Besonderheit, die
ihresgleichen sucht und nur von legendären Bluesmusikern aus dem Mississippi-Delta überboten wird.

Roland Blume (sax), Gerhard Joos (tp), Helmut Zimmer (p), Werner Bernd (b), Günter Logé (dr)

12.04.19
BallaBalla // Tipp

Afrobeat, der Jazz zuzwinkert, eine Weltmusik jenseits von sprachlichen Barrieren und nationalen Grenzen, schweißtreibend und beglückend: Die sechs Musiker von BallaBalla haben sich in Südfrankreich kennengelernt, stammen aber von der Elfenbeinküste, aus Kuba und aus Deutschland.

Im Zentrum ihrer energiegeladenen Eigenkompositionen steht das Balafon, ein westafrikanisches Instrument, das dem Xylofon ähnelt; sein charakteristischer Klang resultiert jedoch aus Kalebassen, die als Resonanzkörper dienen. Das Balafon ist das traditionelle Begleitinstrument der Griot-Dichter, hat aber auch in der modernen afrikanischen Musik Verwendung gefunden – und genau hier hohlen BallaBalla seinen vollen und perlenden Klang ab, um mit ihm auf ebenso rasante wie gewitzte Weise zu spielen.

BallaBalla präsentiert dies in einer unkonventionellen Besetzung: sie stellen dem Balafon eine zweiköpfige Bläsersektion gegenüber, deren Sound von Bass und Schlagzeug getragen wird. Gekrönt wird dieses Feuerwerk mit virtuosen Percussion Sounds, die für das lateinamerikanische Flair sorgen.

Zu den Besonderheiten der Gruppe gehört dabei, dass dieses Spiel zugleich die einzige Sprache ist, in der alle Mitglieder kommunizieren können, denn die sechs Musiker sprechen Französisch, Deutsch und Spanisch, aber keiner von ihnen spricht alle drei Sprachen; die gemeinsame Musik überwindet die babylonische Verwirrung.

Brahima Diabaté – Balafon
Einer der besten Balafonisten weltweit. In seiner ivorischen Familie wird die Spiel- und Bauweise des außergewöhnlichen Instruments seit Generationen weitergegeben. Seinem unermüdlich virtuosen Spielfluss sind keine Grenzen gesetzt. Mit seinen Kompositionen legt er den Grundstein für die treibenden Melodien und Harmonien der Band.

Duavel César Acosta – Bass
Der begnadete kubanische Bassist, Multiinstrumentalist und leidenschaftliche Tänzer lässt den Spirit der karibischen Musik in die Band einfließen. Seine Frohnatur ist ein wichtiger Bestandteil des Bandzusammenhalts und der Bühnenpräsenz.

Garrelt Sieben – Posaune
Studierte an den Musikhochschulen Weimar und Mannheim Jazzposaune und ist als gefragter Musiker in unterschiedlichen Bands in ganz Europa aktiv. Seine Leidenschaft zum BigBand-Sound brachte ihn zum Jazz. Seine unverkennbaren Soli sind mittlerweile stilprägend für den Sound von BallaBalla.

Florian Schlechtriemen - Schlagzeug
Studierte an der Musikhochschule Mainz Jazzschlagzeug. Seit Jahrzehnten beeinflusst er die Indie-Szene mit seinen unkonventionellen Bandprojekten. Mit seinen Grooves sorgt er bei BallaBalla für den konstanten Drive.

Janis Hug - Trompete
Studierte an der Musikhochschule Mannheim Jazztrompete. Mit seinem energiegeladenen Trompetenspiel treibt er die Band unermüdlich nach vorne. Als Head of the Band ist er in dieser Formation unersetzbar.

Jonas Herpichböhm - Percussion
Studierte an der Musikhochschule Mannheim Latinpercussion. Seine Leidenschaft zur Weltmusik macht den Multiinstrumentalisten zu einem der gefragtesten Musiker auf diesem Gebiet. 2017 erhält er dafür den Augsburger Kunstförderpreis. Bei BallaBalla verbindet er den Geist des afrikanischen Grooves mit den Einflüssen lateinamerikanischer Musik.

Brahima Diabaté (Balafon), Janis Hug (tp), Garrelt Sieben (tb), Duavel César Acosta (b), Jonas Herpichböhm (perc) Florian Schlechtriemen (dr)

Mai 2019
03.05.19
Nice Brazil: Project JaZZ Popular Brasileiro // Highlight

Die Sängerin und Komponistin Nice Brazil, geboren in Sao Paulo, Brasilien, hat ein ganz aufregendes Projekt realisieren könnnen, an dem außergewöhnliche Interpreten der Musica Popular Brasilieiro mitwirken: die brasilianische Drummer-Legende Portinho, der aus Porto Alegre stammende Bass-Gitarrist Dudu Penz, der in der Schweiz musikalisch wirkt und lehrt, sowie der Pianist und Produzent Klaus Müller.

Viele Werke von renommierten brasilianischen Komponisten sind Teil dieses Projektes, aber es werden auch stilechte Eigenkompositionen mit eingebunden. JaZZ Popular Brasileiro ist ein jazziger Mix aus den brasilianische Rhythmen Bossa-Nova, Samba, Choro, Baiao und weiteren.

Portinho ist bereits seit den 1970er Jahren einer der angesehendsten Schlagzeuger Brasiliens und hat mit Arturo Sandoval, Gato Barbieri, Paquito D’Rivera, Michel Legrand, Tania Maria und vielen anderen gespielt, jedoch hat er nur sehr selten unter seinem eigenen Namen veröffentlicht.

Dudu Penz hat mit 9 Jahren angefangen, Gitarre zu lernen und ist dann im Alter von 14 zur Bass-Gitarre gekommen. 1986 übersiedelte er in die Schweiz, von wo aus er an unzähligen Jazz-Festivals, wie Montreux, North Sea, Bern, Paris, Umbria, Finnland etc. teilnahm und mit allen Größen des Jazz und der brasilianischen Musik, wie etwa dem Ausnahme-Posaunisten Raul de Sousa, gespielt hat. Er gibt regelmäßig Workshops an der Jazzschule Luzern, am Conservatoire de Fribourg, an der Nürnberger Musikhochschule, sowie an der EJMA Lausane.

Klaus Müller ist musikalisch hauptsächlich in und um New York/USA tätig. Geboren in Deutschland, aufgewachsen in Japan, Chile und Brasilien, begann Klaus Müller in frühen Jahren mit dem Klavierspiel. Sein eklektischer Hintergrund verhalf diesem klassisch ausgebildeten Musiker zu einer natürlichen Leichtigkeit mit Stilen wie Latin bis brasilianischem Jazz, Modern Jazz bis Avantgarde. Ob er Orchesterarrangements für Herbie Hancock erstellt, Leny Andrade begleitet oder mit Portinho in einem Jazzclub Klavier spielt, Vielfalt ist das Hauptthema der Musik und des Lebens des New Yorker Musikers Klaus Müller. Derzeit ist er auch öfter zusammen mit Gregor Hübner ("El violin Latino") zu hören.

Nice Brazil (voc), Klaus Müller (p), Dudu Penz (b), Portinho (dr)

17.05.19
Klaus Baders "Oldtime Jazz Quartett" // Tipp

Der Pianist und Saxophonist Klaus Bader ist seit den 50er Jahren eine bekannte Größe der deutschen Jazzszene. Er moderierte acht Jahre lang die Sendung „Oldtime“ des Südwestfunks. Die vielen wunderschönen Swing-Kompositionen der 20er und 30er Jahre, die er hier vorstellte, wollten endlich wieder gespielt werden, und so rief er kurzerhand das „Oldtime Jazz Quartett“ ins Leben. Als Saxophonist wurde Klaus Bader von der begeisterten Fachpresse einmal als „der schwäbische Coleman Hawkins“ bezeichnet, und nach diesem großen Vorbild hat er seinen äußerst charaktervollen, eleganten und gediegenen Sound kultiviert. Er ist ein Meister der swingenden Jazzimprovisation und außerdem der „Leader“ dieses kleinen Ensembles, bei dem jeder einzelne Musiker ein herausragender, individueller Solist ist.

Der Stuttgarter Pianist Patrick Tompert verbindet traditionelles Bluesfeeling, lyrische Elemente und moderne Virtuosität zu einem eigenen, unverwechselbaren Stil. Tompert betätigt sich außerdem als Komponist und Produzent. Bislang sind 6 CD´s unter eigenem Namen beim Baden-Württembergischen Jazzlabel "Satin Doll" erschienen.

Nach (trotz) klassischer Grundausbildung auf Violoncello und Kontrabass und Mitwirkung in mehreren klassischen Orchestern ist Andreas Streit Mitte der Achziger Jahre zum Jazz gekommen. Größtenteils autodidaktisch erarbeitete er sich sein Profil als „einer der swingendsten Bassisten Deutschlands“ (Charles Höllering, der es ja wissen muß).

Schlagzeuger Werner Braun ist ein hervorragender Dirigent der rhythmischen Ästhetik des Ensembles. Er ist als ein anerkannter Meister des Swing einer der erfahrensten und begehrtesten Drummer der Szene, der einfühlsam und immer mit „drive“ spielt. Mit der brillanten Klarheit seiner rhythmischen Akzente und seinem geschmackvollen Sound ist er der perfekte Drummer für diese Band.

Klaus Bader (sax), Patrick Tompert (p), Andy Streit (b), Werner Braun (dr)

24.05.19
Session mit Thema: Kansas City Swing Party // Session

Lust auf Swing & Tanz?

Der Kansas-City-Jazz entstand Mitte der 20er, 30er Jahre und ist eine Stilrichtung, die sich auch Stomp nennt. Sehr rhythmisch und am Blues angelehnt, prägen den Stomp oft wiederholte Akkordfolgen und markante Bläserriffs. Später übernahmen der Swing und der Bebop Einflüsse dieser Stilrichtung. Die Besetzung umfasste 8 bis 10 Personen oder wurde häufig auch orchestral ausgeführt. Die Musik drückte das Stadtleben, die Industrialisierung, Tanzmusik, Partymusik und persönliches Vergnügen aus.

Am heutigen Abend darf und soll getanzt werden! Swing-Dance - mit gekonnten Appetithäppchen - von "Eintänzern" des Swing in Karlsruhe e.V. (www.swinginkarlsruhe.de) demonstriert.

Steffen Dix bringt mit seiner Rhythmusgruppe den Jazz-Club Ettlingen zum "Stompen". Man darf sich auf tolle Musiker und spannende Improvisationen freuen.

Diese Kansas City Swing-Party im Birdland59 darf man sich einfach nicht entgehen lassen!

Steffen Dix (tp, flh), Rhythmusgruppe und Sessionmusiker

31.05.19
Rice Crush // Young jazz

Rice Crush - das steht für den Mut und die intensive Freundschaft von jungen Musikern, die sich den harten Anforderungen einer professionellen Jazzwelt stellen. Das Credo des Quartetts ist: die Musik soll gefühlvoll sein und muss swingen.

Kristina Shamgunova´s reifer, einzigartiger Alt-Saxophon Ton macht den Sound der Band einfach unverwechselbar. Sie ist zur Jazzmusk schon in sehr jungen Jahren - fast wie selbstverständlich - gekommen, hat den Jazz in vielen Facetten bereits in familiärer Nähe kennengelernt und hat alles quasi "aufgesogen": der bekannte Jazz-Gitarrist Christian Eckert ist ihr Onkel.

Kristina's kompakte "Rhythmusgruppe" besteht aus Paul Janoschka am Piano, Jan Dittmann am Kontrabass und Jonas Stiegler am Schlagzeug.

Weil Arrangements von Standards und frische Kompositionen von jedem der vier Bandmitglieder stammen, ist das musikalische Programm persönlich und abwechslungsreich zugleich.

Die vier jungen Jazzmusiker werden derzeit an der Musikhochschule Mannheim ausgebildet - allein diese Grundlage bürgt schon für zeitgemäßen Jazz-Genuss.

Kristina Shamgunova (sax), Paul Janoschka (p), Jan Dittmann (b), Jonas Stiegler (dr)

Juni 2019
07.06.19
Harald Schwer's Silverline // Tipp

Das klassische Jazz-Quintett - mit Rhythmusgruppe und zwei Bläsern - ist einerseits als Gruppe klein genug, um den Musikern viel Freiheit zur Improvisation zu lassen, andererseits bietet ein Quintett bereits die Möglichkeit – und oft genug die Notwendigkeit – für orchestrale Arrangements. Daraus entsteht eine eigentümliche Spannung zwischen Gruppen-Disziplin und individueller Kreativität.

„Silverline“ reizt diese Spannung voll aus. Die Band scheut sich dabei nicht, Anleihen zu machen bei verschiedenen Jazz-Stilen und –Epochen, von Swing über Be-Bop und Hard-Bop bis zu Funk und Latin. Dies gelingt mit einem Repertoire-Mix aus Standards ebenso wie mit Jazz-Themen von Komponisten wie Horace Silver, Tadd Dameron, Thelonius Monk, Dexter Gordon und anderen Vertretern des Hardbopstehen zwar im Vordergrund des Repertoires von Silverline. Daneben gibt es aber auch Eigenkompositionen der Bandmitglieder, die offenbar das Zeug haben, zu Ohrwürmern zu werden.

So läuft z.B. „Let`s have a party“, eines der Stücke der neuen CD „Say it“ von Silverline, zur Zeit permanent bei Radio Swiss Jazz. Und eine Nominierung zum Preis der Deutschen Schallplattenkritik hat diese CD auch bekommen. Das „Jazz-Podium“ und andere Rezensenten der CD heben die Geschlossenheit der Band hervor und bezeichnen sie als „unverschämt tight“. Überzeugen Sie sich selbst!

Gerhardt Mornhinweg (tp), Armin Schönert (ts), Harald Schwer (p), Wolfgang Mörike (b), Dieter Schumacher (dr)